Der Arbeitsauftrag lautet: „Zeichne eine Maschine, die dir in diesem Jahr helfen soll.“ Ausgangspunkt bildete die Epoche der Renaissance, insbesondere Leonardo da Vinci. Anhand von Skizzen und begleitender Literatur beschäftigten sich die SuS mit seiner Art des Denkens und Zeichnens. Sie erkannten, dass seine Skizzen keine fertigen Baupläne sondern gedankliche Experimente darstellen, in denen Beobachtung, Fantasie und Technik ineinandergreifen.
Es entstanden Zeichnungen der eigenen Maschinen-Idee. Als Zeichenmaterial im Kunstunterricht kamen Federstiel und Tusche zum Einsatz. Die Arbeit mit diesem Material stellte eine besondere Herausforderung dar: Linien können nicht korrigiert werden und die Handführung erfordert hohe Konzentration und Feinmotorik. Ziel war es, historische Arbeitsweisen mit modernen Technologien zu verbinden.
Die gezeichneten Maschinen wurden mithilfe von KI animiert. In einem ersten Versuch zeigte sich jedoch, dass dieser Prozess schwieriger ist als von vielen erwartet. Innerhalb einer Doppelstunde gelang es nicht allen, ihre Maschine erfolgreich zu „starten“. Es galt zu vermitteln, dass KI kein magisches Werkzeug ist, das automatisch perfekte Ergebnisse liefert.
Zum Schluss verfassten die Schüler:innen ihren Erfahrungsbericht als eigenen "Post" zu ihrer Arbeit. Es entstanden Haushaltsroboter, Betreuungsroboter, Küchenrucksäcke oder etwa Mini-Verbrennungsanlagen für Heizsysteme. Das Projekt mit allen Arbeiten der Schüler:innen ist hier anzusehen: https://padlet.com/jgrandegger1/zwischen-federstiel-und-ki-erfundene-maschinen-ddrwbcgg0ekk5g75